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Arinfo.de (Ausgabe vom 19.11.2017)

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Motorrad kaufen per Motorrad Kredit?

Ein Motorrad ist nicht billig und keine einfache Kaufentscheidung. Der Käufer kann jedoch, wenn er nicht über den kompletten Kaufpreis verfügt, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten wahrnehmen. Bei einem Motorrad- oder allgemein bei einem Kfz-Kauf bestehen drei Möglichkeiten, mit geliehenen finanziellen Mitteln zu bezahlen: es kann ein Kredit bei der Hausbank aufgenommen werden, der von der Bank Konsumkredit, Konsumentenkredit oder Privatkredit genannt wird und meist als Ratenkredit läuft, eine Kfz-Onlinefinanzierung, die es zuhauf und zu den unterschiedlichsten Konditionen im Internet zu finden gibt, abgeschlossen werden oder direkt mit dem Händler vor Ort ein Finanzierungsvertrag ausgehandelt werden.

Die meisten Auto- und Motorradhändler arbeiten direkt mit einer herstellergebundenen Kfz-Finanzierungsbank, wie zum Beispiel der BMW-, Audi-, VW- oder Ford-Bank, oder mit einer freien Kfz-Finanzierungsgesellschaft zusammen. Der effektive Jahreszins bei Auto- bzw. Motorradkrediten sollte unabhängig von der Kaufsumme sein, die Zinsen sollten festgeschrieben und eine vorzeitige Tilgung sollte möglich sein. Grundsätzlich stehen zwei Varianten zur Verfügung, falls man ein Motorrad finanzieren möchte. Das ist einerseits die Finanzierung über den Händler und andererseits kann man selbstverständlich auch einen Ratenkredit bei seiner Hausbank aufnehmen. Und nicht immer ist die Finanzierung über den Händler die günstigere Variante, selbst wenn der Kredit vom Händler nominal einen günstigeren Zinssatz als der Kredit seitens der Hausbank aufweist.

Aber wie ist das möglich, dass der Ratenkredit der Bank trotz höherem Zinssatz mitunter günstiger als die Motorrad-Finanzierung sein kann? Das „Zauberwort“ heißt in diesem Zusammenhang Barzahler-Rabatt. Den Barzahlerrabatt erhält man fast immer dann, wenn man das zu erwerbende Motorrad in bar bezahlt, und nicht eine Finanzierung des Händlers in Anspruch nimmt. Da ein solcher Rabatt bis zu 20 Prozent betragen kann, würde man in solch einer Situation also einen um 20 Prozent verminderten Kreditbetrag benötigen, wenn man das Darlehen bei der Hausbank aufnimmt. Und in der Summe kann es daher auch sein, dass man im Laufe der Rückzahlung beim Ratenkredit der Bank trotz höherem nominalen Zinssatz eine geringere Zinssumme zu bezahlen hat, als wenn man den vom Zinssatz her günstigeren Kredit des Motorradhändlers nutzt.

 

 

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