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Arinfo.de (Ausgabe vom 24.09.2017)

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Kredit, Geld, Anlage, Kreditkarte
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Geld gut und kurzfristig anlegen mit Tagesgeldkonto

Verfolgt man aufmerksam die Werbekampagnen der großen Banken in TV, Radio, Zeitungen und Zeitschriften, fällt einem seit einiger Zeit auf, dass immer mehr Werbungen speziell für Tagesgeldkonten geschaltet werden. Jedes Kreditunternehmen nimmt gerade in diesem Segment für sich in Anspruch, die besten Konditionen oder die schnellste Verfügbarkeit des Geldes bieten zu können. Viele Unternehmen locken neue Kunden sogar mit Geschenken, wie z.B. Tankgutscheinen, Champagner oder auch einem Startguthaben auf dem Tagesgeldkonto. Um im Folgenden auf die Verwendungsmöglichkeiten eines Tagesgeldkontos und die Vorzüge und Nachteile für Anleger eingehen zu können, ist es notwendig, zuerst einmal über die Funktionsweise des Tagesgeldkontos an sich zu sprechen. Was ist ein Tagesgeldkonto eigentlich genau? Das Tagesgeldkonto ist eine Anlageform, bei der das Geld der Anleger am Markt für „Tagesgeld“, einem Teilbereich des Geldmarktes, investiert wird. Beim Tagesgeldmarkt handelte es sich bis vor wenigen Jahren noch um einen reinen Interbankenmarkt, in der Vergangenheit wurde er nun aber auch mehr und mehr auch für private Investoren geöffnet. Der Tagesgeldmarkt wurde gegründet um Banken, die in einen kurzfristigen Liquiditätsengpass geraten, schnell mit liquiden Mitteln aushelfen zu können. Stellt eine Bank nämlich am Ende eines Geschäftstages fest, dass ihre liquiden Mittel sich dem Ende neigen (weil an diesem Tag enorme Abflüsse zu verzeichnen waren), hat sie genau zwei Möglichkeiten.

Zum Einen kann das Kreditinstitut sich Geld von der entsprechenden Zentralbank leihen, oder aber es besorgt sich Geld von anderen Banken, nutzt also den Tagesgeldmarkt. Um überhaupt einen Absatz generieren zu können, sind die Angebote der anderen Banken immer leicht unter dem, was die Zentralbank an Zinsen berechnen würde. Da die Gelder, welche die Banken sich hier untereinander leihen, in aller Regel nur über Nacht, maximal für wenige Tage verliehen werden, spricht man von „Tagesgeld“. Ein kurzfristiger Liquiditätsengpass einer Bank ist jedoch keineswegs ein Zeichen für eine schlechte Geschäftspolitik oder, noch schlimmer, für eine drohende Pleite der Bank. Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass an dem einen Tag einfach mehr Kunden Geld abgehoben haben als Neuzuflüsse vorhanden waren. Dies kann jedoch die verschiedensten Ursachen haben. Was hier in einem solchen Fall knapp wird, sind liquide Mittel des Kundengeldbestandes, nicht etwa das Eigenkapital der Banken. Das Eigenkapital wird stets vollkommen unabhängig verwaltet und kommt mit den Kundengeldern nie in Berührung. Der Bank kann es also, trotz des Liquiditätsengpasses, blendend gehen. Während aller Transaktionen sind die Gelder, die auf dem Geldmarkt gehandelt werden, durch spezielle Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Selbst wenn eine Bank also auch nach vielen Tagen noch nicht in der Lage sein sollte, das Geld an die verleihende Bank zurückzuzahlen, greift der Einlagensicherungsfonds und die Gelder werden zurückbezahlt. Ein Verlust von Kapital auf dem Geldmarkt ist also ausgeschlossen. Private und institutionelle Anleger haben nun seit einigen Jahren die Möglichkeit, ebenfalls Kapital auf dem Geldmarkt zur Verfügung zu stellen und so von den enormen Zinsen, die hier gezahlt werden, zu profitieren. Da aber ein Anleger niemals sein Geld direkt dem Geldmarkt zur Verfügung stellen kann, muss dieser Handel stets über ein Tagesgeldkonto oder über einen Geldmarktfonds abgewickelt werden. Mit Tagesgeldkonten besorgt eine Bank sich also quasi Geld, dass dann auf dem Geldmarkt zur Verfügung gestellt werden kann. Auf diese Weise generiert die Bank Zinseinkünfte von denen sie einen Teil einbehält, den Rest aber an den Kunden wieder ausschüttet. Die Vorteile für den Kunden liegen nun darin, dass die Zinsen, die auf Tagesgeld bezahlt werden, in aller Regel deutlich höher sind also jene, die es auf herkömmlichen Sparbüchern gibt. Während nämlich bei einem herkömmlichen Sparbuch das Geld lediglich in den Topf der Bank fließt, wird es bei einem Tagesgeldkonto am lukrativen Geldmarkt angelegt. Von der Verfügbarkeit ändert sich für den Anleger nur minimal etwas, das Geld kann nicht mehr sofort abgeholt werden, sondern wird binnen i.d.R. 24 Stunden auf das Girokonto des Anlegers überwiesen.

 

 

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