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Arinfo.de (Ausgabe vom 19.11.2017)

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Wann und für wen ist eine Handyversicherung sinnvoll?

Die ständigen Neuentwicklungen in Bezug auf sinnvolles und unsinniges Zubehör für Mobiltelefone, haben ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Handyversicherung erreicht. Gegen eine monatliche Gebühr besteht hier für den Verbraucher die Möglichkeit, sein mobiles Kommunikationsgerät gegen verschiedene Schäden zu versichern, um im Falle von Beschädigungen, technischen Störungen und auch Diebstahl, Ersatz für das Gerät zu erhalten. Wie aber sind diese Versicherungen zu beurteilen, welche Risiken lassen sich versichern und für welche Verbraucher lohnt sich der Abschluss einer solchen Versicherung und wie sieht die Vertragsgestaltung aus? Diese und andere Fragen werden im Folgenden beantwortet. Am Markt finden sich eine Vielzahl Anbieter von Handyversicherungen, die teilweise den Versicherungskonzernen und teilweise den Mobilfunkanbietern angeschlossen sind. Im Einzelnen sind die Telefone, je nach Versicherungsanbieter und Vertragsmodell, gegen Bedienungsfehler, unsachgemäßen Gebrauch, Überspannung und Induktion, Kurzschluss und Blitzschlag, Schäden durch Flüssigkeiten, Sturz- und Stoßschäden, Unfallschäden, höhere Gewalt, Überschwemmung, Raub, Plünderung, Einbruch-Diebstahl und einfachen Diebstahl. Während die Verträge meistens über einen Zeitraum von 24 Monaten laufen und die durchschnittlichen monatlichen Prämien zwischen 2,00 und 5,00 Euro liegen, bestehen die Anbieter im Falle von Raub, Einbruch oder Diebstahl in den meisten Fällen auf einer Selbstbeteiligung. Diese beträgt am Markt derzeit im Durchschnitt zwischen 15,00 und 50,00 Euro, oder wird alternativ über einen Prozentanteil des Handywertes ermittelt und macht dann zwischen 15 und 20% aus.

Viele Versicherer regulieren den vorliegenden Schaden dabei nicht durch eine Auszahlung des versicherten Betrages, sondern stellen anstelle dessen ein gleichwertiges Handy zur Verfügung, welches dem Zeitwert des beschädigten oder gestohlenen Gerätes entspricht. Gebührenschäden durch den missbräuchlichen Gebrauch des gestohlenen Mobiltelefons oder der SIM-Karte durch den Dieb sind in den meisten Fällen von der Regulierung durch die Versicherung ausgeschlossen. Für welche Verbraucher lohnt sich eine Handyversicherung? Die Frage, inwieweit sich für den jeweiligen Verbraucher der Abschluss einer Handyversicherung lohnt, kann nur in Abhängigkeit zu dem individuell verwendeten Gerät beantwortet werden. Grundsätzlich gilt, dass rein rechnerisch lediglich die Versicherung von hochwertigen und teuren Mobiltelefonen Sinn macht. Berechnet man die Versicherungsprämien über einen Zeitraum von 24 Monaten und addiert hierzu den Selbstbehalt des jeweiligen Anbieters, dann stellt man in Verbindung zum Zeitwert des Telefons zum Schadenszeitpunkt fest, dass hier der in die Versicherung eingezahlte Betrag in vielen Fällen den Wert des Gerätes übersteigt. Im Einzelfall müssen hier die Versicherungskosten exakt berechnet und mit dem Anschaffungswert des Mobiltelefons verglichen werden. Hinzu kommt, dass viele der versicherten Risiken in Bereich auf technische Ausfälle des Gerätes bereits durch die Gewährleistung des Herstellers abgedeckt sind, so dass hier im Grunde doppelt gezahlt wird. Abschließend sollte man in jedem Fall über die Wahrscheinlichkeit von Schäden nachdenken.

Ob dann tatsächlich der Einschlag eines Blitzes in das Handy oder das Risiko eines Überspannungsschadens oder Induktionsschadens den Ausschlag für eine Entscheidung zur Handyversicherung geben sollte, ist fraglich. In Bezug auf mögliche Diebstähle gilt, dass der beste Schutz vor einem Schaden darin besteht, umsichtig mit dem Mobiltelefon umzugehen, es nicht öffentlich, unbeaufsichtigt herum liegen zu lassen und potentiellen Dieben keine Anreize zu geben, das Gerät unkompliziert entwenden zu können. Hierbei muss beachtet werden, dass im Falle eines Diebstahls aus Haus oder Wohnung und im Falle einer Entwendung im Rahmen eines Raubüberfalls das Gerät ohnehin bereits über den Hausrat versichert ist. Eine der höchsten Schadensquellen ist darüber hinaus nicht der Verlust des mobilen Telefons selber, sondern stattdessen der Gebührenschaden, den der Dieb durch den missbräuchlichen Gebrauch verursacht. Diese Schäden sind bei den meisten Handyversicherungen ohnehin ausgeschlossen, so dass hier eher die Versicherung der SIM-Karte durch den Mobilvertragspartner Sinn macht. Diebstähle und anderweitige Verluste sollten ohnehin umgehend dem Mobilfunkunternehmen gemeldet werden, damit die Karte gesperrt werden kann. Die Verbraucherzentralen in ganz Deutschland haben sich eingehend mit dem Thema Handyversicherung beschäftigt und empfehlen diese lediglich dann, wenn es um die Sicherung eines sehr wertvollen und hochwertigen Gerätes geht.

 

 

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