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Arinfo.de (Ausgabe vom 17.11.2017)

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Überziehungskredit

Der Überziehungskredit ist, obwohl er vergleichsweise relativ teuer ist, ziemlich häufig gebräuchlich. Er entsteht automatisch dann, wenn ein Kontoinhaber sein Konto über die vereinbarte Kreditlinie hinaus überzieht - das Kontokorrent wird überschritten. Dabei ist, wie auch schon das Kontokorrent, der Überziehungskredit mit hohen Zinsen behaftet, die mit einem normalen Ratenkredit nicht mehr zu vergleichen sind. Gerade für Kontoinhaber, die die Kreditlinie immer wieder und für längere Zeit überschreiten, empfiehlt sich eine Umschuldung durch einen kostengünstigen Kleinkredit in Form eines Ratenkredites. Für Kontoinhaber jedoch, die ihre Überziehung immer wieder schnell und problemlos ausgleichen können, ist ein Kontokorrent eine wunderbare Möglichkeit, einfach an einen gewissen Geldbetrag zu gelangen und über kurze Zeit zu verfügen.

Überziehungskredite gewährt praktisch jede Bank, jedoch nicht an jeden Kunden: eine negative Schufaauskunft sollte zum Beispiel nach Möglichkeit nicht bestehen, bei Geschäftskonten wird, vor allem bei jungen Leuten, die Kreditlinie meist zunächst bei null angesetzt. Umgangssprachlich wird oftmals eine Überziehung des Girokontos schon als Überziehungskredit bezeichnet, was aber fachlich so nicht richtig ist. Denn eine Kontoüberziehung kann entweder ohne Genehmigung bzw. vorherige Absprache mit der Bank erfolgen, oder auch nach der Vereinbarung einer Kreditlinie. Auf dem Girokonto werden zwei unterschiedliche Varianten einer Kreditlinie unterschieden. Die übliche Variante ist der Dispositionskredit. Dieser wird zwischen Bank und Kunde vereinbart und erlaubt es dem Kunden, das Girokonto bis zu einem vereinbarten Betrag hinaus im Soll zu führen, also zu überziehen.

Der Dispokredit wird im Normalfall ohne zeitliche Begrenzung vergeben. Der Überziehungskredit ist hingegen das Einräumen einer Kreditlinie, die noch über die des Dispositionskredites hinaus geht. Besitzt ein Kontoinhaber zum Beispiel einen Dispositionskredit über 5.000 Euro, kommt aber vorübergehend mit diesem Kreditrahmen nicht aus, so kann die Bank einen Überziehungskredit genehmigen, der beispielsweise über 4.000 Euro lautet. In dem Fall könnte der Kunde sein Konto also insgesamt bis zu 9.000 Euro überziehen. Allerdings werden Überziehungskredite im Gegensatz zu den Dispokrediten fast immer nur für eine bestimmten Zeitraum vergeben, der oftmals nur im Monatsbereich liegt. Der Kunde sollte dabei auch nicht vergessen, dass solche Überziehungskredite sehr teuer sind, denn ein Zinssatz von 17 Prozent und mehr ist hier durchaus im üblichen Rahmen.

 

 

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