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Arinfo.de (Ausgabe vom 17.11.2017)

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Zinseszins steigert Rendite bei Geldanlagen

Die Rendite einer Geldanlage ist neben der Sicherheit das Kriterium, an dem die meisten Anleger heute ihre Entscheidung für eine bestimmte Geldanlage festmachen. Allerdings ist ein Vergleich zwischen den unterschiedlichen Finanzprodukten nicht immer einfach, denn man muss einige Aspekte beachten. Wichtig ist zum Beispiel zu wissen, dass Zinsen, Dividenden oder sonstige Erträge nur selten identisch mit der Rendite einer Geldanlage sind. Hier müssen nämlich noch die Kosten und Gebühren mit berücksichtigt werden und noch weitere Faktoren können einen Einfluss auf die Rendite haben. Gerade im Bereich der verzinslichen Geldanlagen wie Spareinlagen, Tagesgeld oder Festgeld sollte man jede Möglichkeit ausnutzen, welche die Rendite noch etwas erhöhen kann.

Während die Zinsen bei den Spareinlagen immer entweder zum Ende des Jahres oder nach einem Laufzeitjahr gutgeschrieben werden, gibt es beim Festgeld und beim Tagesgeld teilweise auch unterjährige Zinsgutschriften. Falls man die Anlage dann nach Gutschrift der Zinsen weiterhin nutzt, kann man von den Zinseszinsen profitieren. Somit ist es möglich, dass man mit Zinseszinsen die Rendite bei verzinslichen Geldanlagen steigern kann. Wie genau funktioniert dieses und was genau sind eigentlich die Zinseszinsen? Zinseszinsen entstehen immer dann, wenn eine Kapitalisierung der für das angelegte Kapital zu erhaltenden Zinsen mehr als einmal pro Jahr durchgeführt wird. In diesem Fall werden die Zinsen nämlich nach der Zuschrift zum Kapital in der nächsten Verzinsungsperiode mit verzinst, sodass sich die insgesamt zu verzinsende Kapitalsumme gegenüber dem ursprünglichen Anlagebetrag vergrößert hat. Das führt insgesamt dazu, dass Geldanlagen mit einer Zinsgutschrift von mehr als einmal pro Jahr stets eine höhere Rendite haben als vergleichbare Anlagen, die nur einmal im Jahr eine Gutschrift der Zinsen vornehmen, wenn die etwaigen Gebühren der jeweiligen Anlageformen einmal außen vor gelassen werden.

Mit Zinseszinsen die Rendite bei verzinslichen Geldanlagen steigern lohnt sich allerdings erst ab einer gewissen Anlagesumme, denn der Zinseszinseffekt ist natürlich bei recht kleinen Anlagesummen verschwindend gering. Mit welchem zusätzlichen Ertrag man bei der Nutzung des Zinseszinseffektes rechnen kann, zeigt das folgende Beispiel. Angenommen, ein Anlagebetrag von 100.000 Euro wird mit nominal vier Prozent verzinst. Erfolgt die Zinsgutschrift einmal im Jahr, bedeutet das eine Zinssumme von 4.000 Euro. Findet die Kapitalisierung der Zinsen jedoch einmal im Quartal statt, ergibt sich darauf eine höhere Zinssumme und somit eine höhere Rendite. Nach dem ersten Quartal beträgt die Zinsgutschrift 1.000 Euro. Diese 1.000 Euro werden den 100.000 Euro zugeschrieben, sodass im nächsten Quartal nun 101.000 Euro verzinst werden. Darauf ergibt sich dann nach dem 2. Quartal eine Zinsgutschrift von 1.010 Euro. Führt man dieses fort, so beläuft sich die Gesamtzinssumme nach einem Jahr auf 4.060,40 statt 4.000 Euro ohne Zinseszinseffekt. Bei einer monatlichen Zinskapitalisierung wäre die Differenz natürlich noch einmal größer.

 

 

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