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Arinfo.de (Ausgabe vom 24.09.2017)

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Mehrfache negative Schufaeinträge vermeiden

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung), eigentlich Schufa Holding AG, ist ein bereits im Jahre 1927 gegründetes Unternehmen, das privat verwaltet und von der kreditgebenden Wirtschaft in Deutschland getragen wird, mit Sitz in Wiesbaden. Das Unternehmen betreibt eine umfangreiche Datenbank, in der persönliche Informationen über mehr als 60 Millionen Bundesbürger gespeichert sind. Diese stellt die Schufa der Wirtschaft dann zur Verfügung, wenn ein Unternehmen, zum Beispiel vor Abschluss eines Vertrages, Informationen über das Zahlungsverhalten, die Kreditwürdigkeit und eventuelle Auffälligkeiten des künftigen Kunden benötigt. Ergibt eine solche Anfrage bei der Schufa Aufschluss darüber, dass der Kunde in der Vergangenheit Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen ist oder in anderer Weise gegen bestimmte Bedingungen in Bezug auf Zahlungen verstoßen hat, so wird das Unternehmen diesen entweder ablehnen, besondere Vertragsauflagen aufgeben oder insgesamt einen vorsichtigen Umgang mit dem Kunden pflegen und keine Risiken eingehen. Auf diese Weise kann bereits ein einziger negativer Eintrag in der Datenbank dazu führen, dass betroffene Kunden bei Anträgen zu völlig alltäglichen Verträgen abgewiesen werden. Dieses Risiko droht immer dann, wenn bei Antragsstellung unterschrieben wird, dass der Vertragspartner berechtigt ist, im Vorfeld die Schufa-Daten abzufragen. Ohne eine solche Genehmigung durch den Kunden selber, dürfen seine Daten von der Schufa nicht weitergeleitet werden. Neben beinahe allen Arten von Bankgeschäften, bei denen die Schufa-Anfrage mehr oder weniger obligatorisch ist, gilt dies vor allem bei Ratenkäufen, Mobilfunk- oder Telefonverträgen, sowie bei Nutzungsverträgen für Pay-TV Angebote.

Wenngleich es auch Unternehmen gibt, die auf einen einzelnen Eintrag, der vielleicht sogar auf einer Bagatelle basiert, nicht mit einer kategorischen Ablehnung reagieren, so führen mehrere Negativeinträge mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einer dauerhaften Ablehnung der betroffenen Person in den genannten und in weiteren Antragssituationen. Negative Einträge sollten von daher nach Möglichkeit dringend vermieden werden. Ist es zu einem Eintrag gekommen, dessen Ursache beseitigt wurde, so löscht die Schufa den Datensatz innerhalb einer Zeit von drei Jahren. Gegen Nachweis der Erledigung hat man als Betroffener auch die Möglichkeit, eine schnellere Löschung bei der Schufa zu beantragen. Das Unternehmen selber sieht sich zum einen als Partner der kreditgebenden Wirtschaft, also neben Banken all jene Unternehmen, die Leistungen an Ihre Kunden gegen Kredit ausliefern oder zur Verfügung stellen. In Bezug auf die Endverbraucher stellt die Schufa sich darüber hinaus als Barriere gegen Überschuldung von Privatpersonen. Welche Daten werden von der Schufa gespeichert? Neben den allgemeinen Kontaktdaten speichert die Schufa personenbezogen Geburtsdaten und das Geschlecht der jeweiligen Person, um so eine eindeutige Identifizierung vornehmen zu können. Zu Kredit- und Leasingverträgen, Girokonten, Kreditkarten, Telefonverträgen und Kundenkonten bei Versandhäusern werden individuelle Daten, wie Zahlungsbedingungen, Beträge und Laufzeiten erhoben und aufbewahrt. In Bezug auf das individuelle Zahlungsverhalten werden mehrfach gemahnte, unbezahlte und unbestrittene offene Forderungen ebenso eingetragen, wie Forderungen, die im Rahmen gerichtlicher Schritte bestätigt wurden. Darüber hinaus wird gespeichert, wenn ein Kunde trotz eines Nutzungsverbotes ein Konto weiterhin verwendet.

Schließlich werden alle Daten zu einer Person gesichert, die sich auf öffentlich bekannte Statusveränderungen und amtliche Maßnahmen beziehen, also vor allem die Abgabe eidesstattlicher Versicherungen oder entsprechende Haftbefehle hierzu, sowie die Beantragung, Eröffnung, Abweisung oder Einstellung von Verbraucherinsolvenzverfahren. Wie lassen sich negative Effekte durch Schufa-Einträge vermeiden? Ein Verbraucher sollte sich darüber im Klaren sein, dass bestimmte Verhaltensformen in finanzieller Hinsicht zu negativen Einträgen in die Schufa führen können und das diese in der Folge eine Reihe von negativen Auswirkungen auslösen. Von daher gilt es zum einen, solche Verhaltensweisen zu vermeiden. Im Einzelnen bedeutet dies, Forderungen im Rahmen ihrer jeweiligen Fristen zu begleichen, Konten und Kreditkarten nur im vereinbarten Maße zu belasten und Verträge, die mit Zahlungen verbunden sind regelmäßig und vollständig zu erfüllen. In vielen Fällen können selbst in schwierigen finanziellen Situationen offene Gespräche mit den jeweiligen Schuldnern dabei helfen eine einvernehmliche Lösung zu finden, die dann nicht in einem Schufa-Eintrag mündet. Ist es dazu gekommen, dass negative Einträge in die Schufa geraten sind, so sollte man versuchen, diese so schnell wie möglich auszugleichen und dies der Schufa anschließend nachzuweisen, um so eine möglichst schnelle Löschung der Daten herbeizuführen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die eigene Schufa von Zeit zu Zeit auf Einträge hin zu überprüfen. Dies ist sowohl kostenlos in den Geschäftsstellen des Unternehmens möglich, zusätzlich auch über das Online-Portal der Schufa, wobei hierfür eine Nutzungsgebühr erhoben wird. Sollte man im Rahmen dieser Selbstauskunft feststellen, dass unberechtigte Einträge gespeichert sind, so besteht die Möglichkeit im direkten Dialog mit der Schufa für Abhilfe zu sorgen.

 

 

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