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Arinfo.de (Ausgabe vom 20.11.2017)

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Seriöse Anlageberatungen inklusive Beratungsprotokolle

Viele Anleger sind derzeit aufgrund der EU-Schuldenkrise verunsichert und suchen nach sehr sicheren Anlageformen. Wer sich im Anlagebereich nicht sehr gut auskennt, der ist oftmals in einem großen Umfang auf eine objektive Beratung sowie eine seriöse Anlageberatung angewiesen, die vom Bankberater oder auch vom Vermögensberater durchgeführt wird. Leider haben verschiedene Tests, die zum Beispiel von der Stiftung Warentest (Finanztest) durchgeführt wurden, gezeigt, dass es in der Beratung durch die Banken oftmals ganz erhebliche Mängel gibt, die zu deutlichen Nachteilen für den Anleger führen können. Zwar ist die Beratung der Banken fast immer seriös, aber die Qualität lässt anscheinend häufig deutlich zu wünschen übrig. Dabei hat die Bundesregierung in den letzten Jahren etwas unternommen, damit die Anlageberatung besser bzw. vor allen Dingen für den Kunden transparenter wird. Ein Mittel ist zum Beispiel das Beratungsprotokoll, welches seit über einem Jahr in bestimmten Fällen der Anlageberatung eine Pflicht geworden ist.

Das Beratungsprotokoll muss vom Berater immer dann ausgefüllt werden, wenn der Kunde in Wertpapiere oder sonstige riskantere Anlageformen investieren möchte. Wer sein Kapital jedoch sehr sicher investieren möchte, zum Beispiel in Tagesgeld oder in Spareinlagen, muss kein Beratungsprotokoll ausfüllen lassen. Wichtig ist das Protokoll vor allen Dingen im Bereich der Wertpapieranlagen, denn gerade die Wertpapiere zeichnen sich oftmals durch eine relativ große Komplexität aus und können für den Kunden erhebliche Risiken und auch Kosten enthalten. Durch das Beratungsprotokoll soll gewährleistet werden, dass dem Kunden alle Kosten, die in Verbindung mit dem Wertpapierinvestment anfallen können, bekannt sind. Zudem soll er über die Risiken der Anlage aufgeklärt werden, was ebenfalls im Protokoll zu dokumentieren ist. Leider ist es in der Praxis häufiger so, was übrigens ebenfalls ein Ergebnis der Untersuchung von Finanztest ist, dass die Beratungsprotokolle nicht immer ausgefüllt werden oder dem Kunden nicht ausgehändigt werden.

Dabei ist es für den Kunden sehr wichtig zu überprüfen, ob der Bankberater diejenigen Punkte auf korrekte Art und Weise notiert hat, die dem Anleger wichtig sind. Zu einer seriösen und qualitativ guten Anlageberatung gehört zudem auch, dass dem Kunden nur solche Produkte empfohlen werden, die zu seinen Zielen und vor allem zu seiner Einstellung bezüglich des Risikos einer Geldanlage passen. Zu dem Zwecke werden die Kunden bestimmten Anlegertypen zugeordnet und daraus folgt dann, dass nur die Wertpapiere aus den Anlageklassen empfohlen werden, die zu dem jeweiligen Anlegertyp passen. So ist es zumindest in der Theorie vorgesehen, aber wie bereits erwähnt, ist hier in der Praxis noch Verbesserungsbedarf vorhanden.

 

 

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