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Arinfo.de (Ausgabe vom 26.09.2017)

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Sichere Goldanlagen in Krisenzeiten durchaus sinnvoll

Die großen Veränderungen der Weltwirtschaft in den letzten eineinhalb Jahrzehnten sind mittlerweile bei allen Verbrauchern angekommen. Eine sichere Existenz ist für die breite Masse ein Luxus geworden, die Unsicherheit steigt und das Vertrauen in die Politik und in die staatlichen Finanz- und Sozialsysteme schwindet. Viele Verbraucher und Anleger suchen nach Sicherheit. Dabei spielt auch Gold als Anlageinstrument eine Rolle - doch ist Gold wirklich ein sicherer Hafen? In den Hochkulturen der Antike und über sehr lange Zeiträume des Mittelalters und der darauf folgenden Jahrhunderte war Gold das wichtigste Zahlungsmittel, weil es ideale Eigenschaften aufwies: Es war selten, schwer zu beschaffen, gut zu stückeln, haltbar und außerordentlich begehrt. Auch das später eingeführte Papiergeld erhielt seinen Wert lange Zeit durch seine Golddeckung: Neues Papiergeld konnte erst gedruckt werden, wenn ein festgelegter Anteil zusätzlichen Goldes gelagert wurde. Dieser Goldstandard existierte in den Vereinigten Staaten bis 1971. Danach gewann unser heutiges ungedecktes Papiergeld-Zins-System nach und nach die Oberhand. Viele private Fachleute beschreiben jedoch, dass unser auf Papiergeld und Zinsen beruhendes Geldsystem auf Dauer nicht funktionieren kann. Der Geldumlauf wird immer schneller immer größer, obwohl die Wirtschaftskraft der Nationen mit diesem Wachstum nicht mithalten kann. Ein steigender Geldumlauf bei geringerem Wirtschaftswachstum fördert jedoch die Inflation.

In der Geschichte ist früher oder später noch jede Papierwährung zu Grunde gegangen. Die Leichtigkeit, mit der die Verantwortlichen Schulden machen können, ist ein Indiz für die Schwäche unseres Systems Die Gesamtsumme der Schulden der Staaten der Welt war noch nie so hoch wie heute. Staatskrisen, die in den achtziger Jahren in Lateinamerika und in den späten neunziger Jahren in Asien und in Russland durch die Überschuldung der Haushalte verursacht worden waren, reichen rückblickend nicht annähernd an die aktuelle Verschuldung der Haushalte heran. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass ausgerechnet die wirtschaftliche Führungsmacht USA Spitzenreiter im Schuldenmachen ist. Die heutige Hypothekenkrise ist eine zwangsläufige Folge dieser Problematik. Politiker wirken angesichts der Größe dieses Problem oft hilflos. Das stete Ansteigen des Goldpreises auf dem Weltmarkt zeigt, dass viele Anleger das Vertrauen in die Währungen verlieren und Gold für eine sichere Anlageform halten. Die Goldminen können ihre Förderquoten nicht beliebig erhöhen, Gold bleibt also selten. Und attraktiv war es schon immer. Weltweit, aber besonders im wirtschaftlich aufblühenden asiatischen Raum ist Goldschmuck bei den Menschen äußerst beliebt. Alle Zentralbanken bewahren einen Grundstock an Goldbarren in ihren Tresoren auf und Goldmünzen sind im Zweifelsfall immer noch das weltweit beste Zahlungsmittel.

Jeder mag selbst beurteilen, ob er, würde er heute vom Staat 100.000 Euro für seine spätere Alterssicherung bekommen, den Betrag in Geldscheinen oder lieber in Goldbarren unter sein Kopfkissen legen würde. Gold ist nicht nur eine Anlageform für Zentralbanken und Großinvestoren. Die Edelmetallhändler berichten dieser Tage, dass ihre Kontore zunehmend von normalverdienenden Verbrauchern frequentiert werden, die einen Teil ihres Einkommens in Goldmünzen umtauschen. Goldmünzen liegen mit dem Gewicht einer Unze oder in Stückelungen bis zu einer Viertel Unze vor. Kanada, die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien, Neuseeland prägen neben Südafrika und der Schweiz eigene Goldmünzen. Am bekanntesten ist der afrikanische Krügerrand, der quasi als weltweites Zahlungsmittel verwendet werden kann. Wer in kleinere Einheiten investieren möchte, greift gern auf die Schweizer Vrenelis zurück. Niemand kann ganz sicher sagen, ob ein Verbraucher mit Goldmünzen oder Goldbarren im Tresor seiner Bankfiliale über die Runden kommt, wenn unser Wirtschaftssystem ganz zusammenbricht. Sicher ist jedoch, dass der Goldpreis immer dann steigt, wenn die Wirtschaftslage schlecht ist. Wer also den Gang zum Edelmetallhändler nicht scheut und das gelb-rötlich glänzende Edelmetall zum Spekulieren einsetzt, kann davon profitieren. Doch Vorsicht! Wer erst investieren möchte, wenn die Krise schon da ist, kommt zu spät: Bei steigenden Goldpreisen sollte das Golddepot schon längst gefüllt sein.

 

 

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