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Arinfo.de (Ausgabe vom 24.09.2017)

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Welche Schäden die private Haftpflichtversicherung zahlt

Die private Haftpflichtversicherung gehört zweifellos mit zu den wichtigsten Versicherungen die man als Privatperson haben sollte. Sie beschützt den Versicherungsnehmer und ggf. seine Familie grundsätzlich vor der Gefahr, einer anderen Person oder deren Besitz Schaden zuzufügen und diesen dann ersetzen zu müssen. Dass die private Haftpflichtversicherung dabei keine mutwillig herbeigeführten Schäden deckt, versteht sich von selber. Die grundsätzlichen Bedingungen, was eine Haftpflichtversicherung zu leisten hat und was nicht, sind in den AHB (Allgemeine Haftpflicht Bedingungen) benannt. Diese Bedingungen sind für alle Versicherungsunternehmen bindend, stellen aber lediglich den Rahmen eines Vertrages dar. Weitere Leistungen können selbstverständlich von jedem Versicherungsunternehmen in die Verträge integriert werden, schließlich ist auch die Versicherungswirtschaft ein Teil der freien Marktwirtschaft. So kommt es also, dass einige Versicherungsgesellschaften mehr, andere etwas weniger leisten. Auch die Preise zwischen den verschiedenen Gesellschaften sind dabei höchst unterschiedlich. Wer also eine gute und zudem noch günstige Haftpflichtversicherung sein eigen nennen will, der sollte unbedingt einen gründlichen Versicherungsvergleich durchführen bevor er sich auf ein Unternehmen festlegt. Versicherungsvergleiche, die sowohl die Preise, wie auch die Leistungen vergleichen, findet man auf zahlreichen Internetseiten, die sich rund um das Thema Finanzen in den letzten Jahren gegründet haben.

Aber auch in den Printmedien lassen sich zuweilen sehr gute, unabhängige Tests privater Haftpflichtversicherungen finden. Worauf aber sollte ein Versicherungsnehmer achten? Was sollte eine private Haftpflichtversicherung so alles bieten? Nun, der erste Punkt, der bei einer Haftpflichtversicherung ganz entscheidend ist, sind die Deckungssummen für Personen-, Sach-, und Vermögensschäden. Je höher eine solche Versicherungssumme ausfällt, desto höher kann auch die maximale Versicherungsleistung im Schadensfall aussehen. Nehmen wir z.B. an, die Versicherungssumme betrüge nur 1 Million Euro. Es könnte nun sehr gut möglich sein, dass diese durch z.B. einen Personenschaden mit mehreren geschädigten Personen schnell überschritten wird. Die Deckungssumme eines guten Haftpflichtversicherungsvertrages sollte daher unbedingt zwischen 5.000.000 und 10.000.000 Euro liegen. Eine zusätzliche Absicherung, die lange nicht von allen Versicherungsunternehmen angeboten wird, ist die Übernahme eines „Schadens aus Anlass einer Gefälligkeitshandlung“. Beispiel: Wenn ein Freund einen fragt, ob man ihm beim Umzug helfen könne und einem fällt dann der Fernseher auf die Straße, ist das normalerweise nicht von den AHB gedeckt. Einige Versicherungsunternehmen sehen hier aber Entschädigungen von einigen tausend Euro vor - durchaus ein interessanter Aspekt. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt, ist der „Verlust fremder, privater und beruflicher Schlüssel“.

Wer z.B. den Schlüssel zu seiner Firma verliert, muss oft die Kosten für eine neue Schließanlage tragen. Sollte das dann nicht über die Haftpflichtversicherung abgedeckt sein, kann eine solche Ausgabe einen Privatmenschen schnell ruinieren. Laut Statistiken der Versicherungsunternehmen, die dieses anbieten, ist der Schlüsselverlust ein überaus häufig eingereichter Schaden. Diese Erkenntnis sollte daher unbedingt beachtet und beim Abschluss der Versicherung auf eine solche Klausel bestanden werden. Die Übernahme von Mietsachschäden ist ein weiterer, sehr wichtiger Punkt in der privaten Haftpflichtversicherung. Während es bei vielen Versicherungen so ist, dass diese Komponente überhaupt nicht abgesichert ist, decken einige Versicherungsgesellschaften hier Schäden, die man selber unbeabsichtigt dem Eigentum des Vermieters zufügt. Dies kann z.B. passieren, wenn einem ein Glas in die Badewanne fällt und ein Stück Emaille abplatzt oder wenn man versehentlich den Spiegel im Badezimmer von der Wand reißt. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Unterschiede zwischen den Deckungsvarianten der privaten Haftpflichtversicherungen teilweise höchst unterschiedlich ausfallen. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall, bei einem etwaigen Versicherungsvergleich nicht nur auf die Beiträge, sondern auch genau auf die Leistungen der Gesellschaften zu achten. Oft sind es gerade die zusätzlichen Absicherungskomponenten, die einen Haftpflichtversicherungsvertrag erst so richtig interessant machen.

 

 

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